
Die Humorl�ge

Lustige Frauen sind nicht sexy
Humor ja, aber nur wenn sie �ber meine Witze lacht, eigene sollte sie nicht machen.
Mehr als die H�lfte der befragten M�nner gaben in einer Untersuchung an, dass sie nicht mit einer Frau zusammen sein wollten, die sich auf geistreiche Witze versteht. Diese M�nner f�rchten sich vor solchen Frauen. Zu diesem Ergebnis kommen Studien, die in der angesehenen Wissenschaftszeitschrift "Evolution and Human Behaviour" ver�ffentlicht wurden.
Wie man wei�, rangiert Humor immer unter den obersten Charaktereigenschaften, die man sich - angeblich - vom Partner w�nscht. Wissenschaftler sind dieser Allerweltsweisheit jetzt genauer nachgegangen und haben bei der Befragung von mehreren Hundert Probanten in den Zwanzigern herausgefunden, dass es f�r M�nner, wenn es um Sex geht, vor allem darauf ankommt, dass die Frauen f�r ihre Witze empf�nglich sind ("Humor-Reziptivit�t").
F�r die Frauen kam es dagegen in gleicher Weise darauf an, dass ihre Partner Witze machen k�nnen ("Humor-Produktivit�t") und �ber Witze von anderen lachen. Mehr als die H�lfte der befragten M�nner gaben an, dass eine Frau mit Witz nicht das sei, wonach sie suchten.
Daraus folgt der Schluss, dass sich M�nner als diejenigen begreifen, die f�rs Witzemachen in einer Beziehung zust�ndig sind - "delivering the lines" -, und sich von Frauen, die selbst welche machen, bedroht f�hlen. Schon erstaunlich und nicht besonders lustig wie klassisch diese "lines" immer noch verteilt sind.
Witzemacher sind subversiv, haben Macht, Potenz und das Zepter in der Hand. Frauen, die Witze machen sind zudem Feinde der Ernsthaftigkeit und f�r M�nner gibt es offensichtlich nichts Wichtigeres, als ernst genommen zu werden. Au�erdem schwebt die lustige Frau in Gefahr, zum Kumpel gemacht zu werden.
Sie erntet br�llendes Gel�chter, beif�lliges Schenkel- und Schulterklopfen, aber die schweigende Zuh�rerin am Nebentisch bekommt die begehrlichen Blicke.
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Gek�rzte Fassung des Artikels vom 29.01.2006. Ganzer Text von Thomas Pany hier.
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Mehr zum Gel�chter der Geschlechter: Scherzkommunikation im gyn�kologischen und geburtshilflichen Bereich
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